Montag, 15. Januar 2007 18:44
Auf einer ganzen Reihe von Filmen hatte ich am Rand den folgenden Fehler:

Im Ausschnitt sieht das so aus:

Erst nahm ich an, dass dies am Filmmaterial liegen würde. Bei den ADOX-Filmen habe ich schon so manche unangenehme Überraschung erlebt. Nur trat dieser Effekt hier auch bei Filmen mit anderer Chargennummer und auch bei gänzlich anderem Material auf. Die nächste Annahme war dann ein Fehler in der Kamera. Allerdings konnte ich das auch ziemlich schnell ausschließen, da es sowohl bei der 6×6 als auch der 6×7 auftrat. Blieb die eigentliche Negativentwicklung übrig. Und in der Tat, genau da lag die Ursache:
Ich benutze eine große Entwicklungsdose von Paterson. In dieser lassen sich bis zu drei Rollfilme gleichzeitig verarbeiten. Die erste Minute wird der Spiraleinsatz beständig gedreht, alle weiteren 30 s erfolgt ein Kippen für je 5 s. Soweit so gut. Aber offensichtlich geschieht genau durch dieses Kippen eine Verwirbelung am oberen Spulenrand, der diesen Effekt erzeugt. Nach Tests beziehungsweise eingehender Beobachtung konnte ich feststellen, dass die Verwirbelung die oberste der drei Spulen oder Filme am stärksten betrifft.
In der Folge kippte ich die Dose nicht mehr, sondern drehte alle 30 s den Spiraleinsatz. Leider trat dann ein andere Fehler auf: Streifenbildung. Und dies trotz durchaus intensiven Drehens.
Die Lösung des ganzen Leids ist nun eine Kombination aus Drehen und Kippen. Die Dose wird alle 30 s aus dem Stand einfach hingelegt und zwei Mal hin und her gerollt. Seitdem sind die Negative tadellos – also flecken- und streifenfrei.